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Entwicklung der drahtlosen Telegraphie

 



Die ersten Überlegungen und Maßnahmen, eine Funkstation einzusetzen, entstanden bereits im Jahr 1910.
Im Angebot der Firma Siemens & Halske vom 04. Mai 1910 wird von einer Ballonstation für drahtlose Telegraphie geschrieben. Zu diesem Zeitpunkt erfolgte wahrscheinlich der erste funktionierende Funkverkehr.

Im Mai 1914 wurde eine Anlage der Firma Siemens & Halske (System Telefunken) in eine Lohner Etrich Taube S1 eingebaut und von Hptm. Cavalar, dem Leiter der Versuchsabteilung Fischamend, bedient. Die Übertragung von Informationen erfolgte nicht wie heute üblich durch das Sprechen, sondern durch Übertragung von Morsezeichen
mit eigener Codeerkennung. Es ist anzunehmen, daß in den Flugbooten zuerst Sender mit einer Reichweite von 80 bis 100 sm bei einer Sendeleistung von ca. 0,3KW eingebaut waren.

In allen Seeflugstationen und auf größeren Schiffseinheiten gab es die dazugehörigen Empfänger. Die Spannungsversorgung wurde durch einen Dynamo durchgeführt, der über eine Kitte und einen Reibraddrehzahlregler vom Flugmotor angetrieben wurde. Später verbesserte man das System durch einen von einem kleinen Propeller angetriebenen Dynamo. Durch die Entkoppelung zwischen Flugmotor und Dynamo konnte auch dann gefunkt werden, wenn Motorprobleme auftraten. Als Antennen wurden entweder Schleppantennen bis 80m Länge verwendet oder als Alternative dazu, eine Verlegung in die Tragflächen.

Die Entwicklung von geeigneten Empfängeranlagen in Flugzeugen begann verstärkt im Jahr 1917 mit der Entstehung der Type FE1 und FE2 sowie mit dem Sender EG1. Intensive Erneuerungen kamen 1918 mit der Entwicklung von Röhrengeräten der Wiener Firma Berliner zustande. Diese baute Geräte mit Wellenlängen von 100 bis 140m mit Erdverkehrsstationen. Die Entwicklung des Funkverkehrs war ein stetiger Prozeß in der österreichischen
Luftfahrt und die Ergebnisse zeigen, daß Entwicklung und Erprobung in dieser Zeit grundlegende Neuerungen
erbracht haben.

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