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Geschichte der Organisation

Die Vorgeschichte:

1890 - Viktor Silberer führt im Wiener Prater im Auftrag des k.u.k. Kriegsministeriums die beiden ersten Kurse über Luftschifffahrt für Militärpersonen durch. Dies gilt als Ursprung für die später etablierte "Militär Aeronautische Anstalt".

1891 - Erstmals wird ein Gelände beim Wiener Arsenal dieser Institution gewidmet, welche dem K.K Militär die Möglichkeit bieten sollte, erste Erfahrungen mit der Luftfahrt systematisch zu sammeln und Personal für die Feldverbände auszubilden.

1893 - Am 20. August 1893 entstand beim Arsenal die "Militär Aeronautische Anstalt". Sie unterstand dem Kommando von Hauptmann Hinterstoisser den damaligen Festungkommandanten.

1908 - Das Areal beim Arsenal begann allmählich aus den Nähten zu platzen, auch die Stadtnähe war zunehmend ein Problem, sodaß der Beschluß nach einem neuen, penibel ausgesuchten Standort gefaßt wurde.

Die Fliegerei in Fischamend:

1909 - Die "Militär Aeronautische Anstalt" übersiedelt nach Fischamend. Parallel dazu wurde eine Umstrukturierung vorgenommen, wobei eine Umbenennung in die " Luftschifferabteilung" erfolgte, welche neben dem Automobilkorps und dem Eisenbahn- und
Telegraphenregiment als "modernste" Truppenteile in der neuen
Verkehrstruppenbrigade organisiert waren. Die Luftschifferabteilung besaß die Luftschiffe der Typen
Parseval, Körting, Lebaudy und Stagl-Mannsbarth. Ihre Aufgaben waren Ausbildung und
Versorgung der Truppen.

1912 - Im legendären 12er-Jahr wurde einige weichenstellung Entscheidungen getroffen.
Fischamend wurde zum Testflughafen für alle neuen Luftfahrzeuge. Weiters
wurde festgelegt, nur mehr Flächenflugzeuge zu entwickeln und beschaffen, sowie
künftig auf Forschung bei Luftschiffe zu verzichten. Oberleutnant
Emil Uzelac wird neuer Kommandant der Luftschifferabteilung.

1913 - Die Fliegerwerft Fischamend hatte folgende Aufgaben: Forschung, Flugzeugbau,
Flugzeug- und Motorenreparatur. Für die noch verbliebenen Feldballon-
Abteilungen wurde der Gasnachschub weiterhin gewährleistet. Geforscht
würde auf den Gebieten Funk, Fallschirme, Bordinstrumente, Bewaffnung,
Abwurfbewaffnung, Photographie, Kühler, Windkanal und Hubschrauber.
Weiters wurde 1913 der Flugpark 1 mit 9 Flugzeugen aufgestellt: Einsatzflugzeuge
waren 3 Etrich-"Tauben", 1 Lohner B-, C-, und D-Typen.

1914 - Ausbruch des 1. Weltkrieges und Mobilisierung der Fliegerkompanie Nr. 1
in Fischamend. (bis 1917 noch weitere 9 Kompanien)

Das Fliegerarsenal:

 

1915 - Im Zuge der Umbennenung der Luftschifferabteilung in "k.u.k. Luftfahrtgruppen" erfolgte die Etablierung desFliegerarsenals mit Kommando in Fischamend unter Major Stefan Petroczy von Petrocz (unterstellt dem Kriegsministerium). Die dem Kommando in Fischamend unterstellten Teilorganisationen waren stationiert in: Wien- Aspern, Strasshof und Wiener Neustadt , die
Fliegermaterialdepots I bis IV in Kleinmünchen bei Linz, Hart bei Amstetten,
Zalaegerszeg und Piana bei Eger, die Flugzeugwerkstätte Zseged-Rokus, und die
Verwertungsgruppen I in Siegmundsherberg und II Csot bei Papa.






Bis zum Kriegsende waren in Fischamend beheimatet: Kommando, Bauleitung, Technische Abteilung, Versuchsgruppe, Versuchswerkstätte, Fliegerwerft, Flugzeugwerk, Motorenwerk, Mechanikerwerk, Radiowerkstätte und Gaswerk. In Aspern gab es die Flugfeldverwaltung, das Übernahmsdetachment, das Luftfahrdepot, eine Flugzeugwerkstätte und ein Materialdepot. In Strasshof war die Ausrüstungsabteilung beheimatet, und darüber hinaus in Wien das Zentralmagazin, das Motorenwerk, Luftfahrdepot und Luftfahrfilialdepot.


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